Das begehbare Gehirnmodell

Durch "Kopf und Seele" wollen wir mithelfen, Erkrankungen des Kopfes und der Seele verständlich zu machen. Wir hinterfragen wechselseitige Einflüsse und stellen Verbindungen zu unterschiedlichen Erkrankungen her.

Neurologie - Erkrankungen des Nervensystems

Millionen Zellen im menschlichen Körper erfüllen so unterschiedliche Aufgaben wie Atmung, Verdauung oder Bewegung von Muskeln. Damit diese Abläufe koordiniert erfolgen, muss ein Nachrichtensystem bestehen, das die einzelnen Funktionen aufeinander abstimmt. Dieses Nachrichtensystem ist das Nervensystem. Das Nervensystem erfasst Informationen, speichert sie, wertet sie aus und gibt sie weiter. Dabei werden sowohl rein organische Funktionen gesteuert, als auch schwerer fassbare Leistungen erbracht, wie die Verknüpfung von Sinnesreizen mit Gefühlsempfindungen, etwa wenn ein Geruch in uns Ekel oder Freude hervorruft. Erkrankungen des Nervensystems können daher sehr unterschiedlich aussehen und alle Bereiche des Körpers betreffen.

Alzheimer und Demenz

Menschen verändern sich im Laufe ihres Lebens. Das betrifft sowohl den Körper, wie auch den Geist.

Demenz

Demenz ist ein Sammelbegriff für ungefähr 55 verschiedene Erkrankungen. Als kurze Definition kann man sagen, Demenz ist die Bezeichnung für einen Prozess, der sich normalerweise über Monate und Jahre erstreckt. Dabei kommt es zu chronisch fortschreitenden, degenerative Veränderungen des Gehirns die verbunden sind mit einem Verlust von früher erworbenen kognitiven Fähigkeiten.

Bipolare Erkrankungen

Starke Niedergeschlagenheit oder übersteigertes Wohlbefinden sind die zwei extremen Stimmungslagen einer Bipolaren Erkrankung, die früher auch manisch-depressive Erkrankung genannt wurde. Zwischen diesen beiden Polen besteht ein breites Spektrum unterschiedlicher Symptome. Das macht die Diagnose der Bipolaren Erkrankungen so schwierig. Sie gehören in Deutschland zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. Man schätzt, dass etwa 5 Prozent der Bevölkerung betroffen sind.

Depression

Medizinisch gesehen ist Depression ein diagnostisch unspezifischer Begriff für Störungen im affektiven Bereich, der Gefühlsansprechbarkeit des Menschen. Dabei können Zeitabschnitte von Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und bedrückter Stimmung eintreten, die über ein vertretbares Maß hinausgehen. Diese niedergedrückte Stimmung bleibt häufig ungewöhnlich lange bestehen und ist durch den Betroffenen selbst nicht mehr vollständig kontrollierbar.

Epilepsie

In jeder Sekunde blitzen Millionen von winzigen elektrischen Entladungen durch die Nervenzellen des Gehirns und übertragen einen ununterbrochenen Strom von Botschaften. Jede Nervenzelle kann mit Hunderten oder sogar Tausenden von anderen Nervenzellen verbunden sein. Epilepsien sind eine Funktionsstörung des Gehirns, bei der unkontrollierte, spontane Entladungen der Nervenzellen im Gehirn einiges durcheinander bringen. Epilepsien und Epileptiker sind sehr unterschiedlich. Die Menschen unterscheiden sich genau so sehr, wie Menschen mit anderen Erkrankungen, etwa mit Diabetes.

Multiple Sklerose

Bei der Multiplen Sklerose wird die Informationsübertragung der Nervenzellen im Zentralen Nervensystem gestört. Was normalerweise blitzschnell geht, funktioniert sehr viel langsamer, oder überhaupt nicht mehr. Schuld daran scheint eine Entgleisung des Immunsystems zu sein. Multiple Sklerose zählt deshalb zu den Autoimmunerkrankungen.
Parkinson

Parkinson

Die Parkinson-Krankheit ist eine degenerative Erkrankung des Gehirns. Grundlage aller Parkinson Erkrankungen ist der Mangel an Dopamin. Dopamin ist ein sogenannter Botenstoff oder Neurotransmitter. Vereinfacht dargestellt übermittelt er Befehle des Nervensystems an die Muskulatur. Das größte Vorkommen dieses Stoffes findet sich in einer Nervenzellenansammlung im Hirnstamm, der Substantia nigra (schwarze Substanz). Bei Parkinsonerkrankten ist diese Hirnregion erheblich blasser. Gegenüber einem gesunden Menschen ist die Konzentration von Dopamin um 90 Prozent gesunken.

Psychosen und Schizophrenie

Psychosen und Schizophrenie sind ernste seelische und geistige Erkrankungen. Sie verändern das Leben der Betroffenen und häufig auch das der Angehörigen.

Schlaf

Erholsamer Schlaf: So sollte es sein. Aber bei über 30 Prozent der Bevölkerung ist das anders. Sie leiden an Schlafstörungen.

Schwindel

Es dreht sich alles, die Erde schwankt, der Boden gibt nach. Das ist nicht die Beschreibung für ein Erdbeben sondern die ganz persönliche "Katastrophe" eines Menschen mit Schwindelsymptomen. Schwindel - dazu gehören sehr unterschiedliche Empfindungen, die alle eines gemeinsam haben: Der Mensch verliert die Orientierung im Raum. Jeder zehnte Patient in einer Allgemeinarztpraxis klagt heute über Schwindelsymptome. Damit ist Schwindel, nach Kopfschmerzen, die häufigste Krankheitserscheinung.

Stress

Stress ist eine ganz ureigene individuelle Reaktion auf Empfindung jedes Einzelnen.
Was den Einen stresst, ist für den Anderen das reinste Aphrodisiakum. Der Eine braucht Stress um überhaupt Antrieb zu erhalten und anzufangen zu können, den Anderen lähmt das kleinste bisschen Druck und er kommt überhaupt nicht voran.

Trauma

Alle Ereignisse im Leben eines Menschen müssen von der Psyche verarbeitet werden. Dazu gehören sowohl schöne und freudige Ereignisse, als auch belastende Erlebnisse. Die Verarbeitung ist individuell unterschiedlich. So können als Reaktion auf traumatische Erlebnisse wie z. B. eine Naturkatastrophe, der Tod eines geliebten Menschen, ein Unfall oder ein Verbrechen ein psychischer Schock, eine psychische Krise und noch Monate später ein posttraumatisches Belastungssyndrom auftreten. Nicht nur direkt Beteiligte können von diesen Folgen betroffen sein.