Die begehbaren Brustmodelle

Die begehbaren Brustmodelle zeigen die weibliche Brust. Sie veranschaulichen den anatomischen Aufbau der Brust sowie verschiedene gutartige und bösartige Veränderungen. Integrierte Tastfelder simulieren nachhaltig unterschiedliche Ergebnisse im Rahmen der Selbstuntersuchung.

Warum ein begehbares Brustmodell?

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frauen, nicht jedoch die gefährlichste Krebsart. Rechtzeitig erkannt und behandelt bestehen sehr gute Heilungsmöglichkeiten. Rund 58.000 mal im Jahr stellen Ärzte die Diagnose „Brustkrebs" bei einer Frau - Männer trifft sie nur sehr selten, etwa 400-mal jährlich.

Die Zahl der tödlich endenden Erkrankungen sinkt seit einigen Jahren. 2005 waren es aber noch 17.455. Immer mehr Frauen, die an Brustkrebs erkranken, haben gute Heilungsaussichten. Das so genannte Mammakarzinom ist heute erfolgreicher behandelbar als früher - mit gezielteren und daher oft weniger belastenden Methoden. Früherkennung durch Aufklärung und das Vermitteln von Informationen, das ist auch unser erklärtes Ziel.
Das begehbare Brustmodell ist ein zeitgemäßes Medium, um ein  - auch in unserer heute sehr aufgeschlossenen und aufgeklärten Gesellschaft - oft tabuisiertes Thema angemessen zu beleuchten. Optisches und haptisches Wahrnehmen erleichtern den Umgang Interessierter und Betroffener. Anatomischer Aufbau, Funktionsweise und krankhafte Veränderungen der Brust werden mit Hilfe dieses begehbaren Organmodells dem breiten Publikum professionell und verständlich dokumentiert. Egal ob zum Tag der offenen Tür einer medizinischen Einrichtung oder zum Patiententag, zu einem Seminar oder Forum, das begehbare Brustmodell ist hier ebenso richtig platziert wie auf einem Kongress oder im Rahmen einer Produktpräsentation.

Die weibliche Brust fcnt/organmodelle/brustmodell/Flyer_Brustmodell.JPG

Der Busen ist so einzigartig wie die Frau, zu der er gehört - zumindest äußerlich. Der innere Aufbau der Brust ist bei jeder Frau im Prinzip gleich. Die Brust besteht im Wesentlichen aus Drüsengewebe und Fett. Die Drüsen (Lobuli) bilden nach der Geburt eines Babys Milch, die durch die Milchgänge (Ductuli) zur Brustwarze fließt. In der Brust gibt es außerdem Blutgefäße, Nerven und Lymphgefäße. Über die Lymphbahnen fließt überschüssige Flüssigkeit aus der Brust ab.
 
Was versteht man unter Brustkrebs?

Veränderungen im Erbgut der Zellen können dazu führen, dass sich Zellen eines Organs oder Gewebes unkontrolliert teilen. Diesem unkontrollierten Mutieren folgt die Entstehung bösartiger Tumore, auch Mammakarzinome genannt.
 
Was ist ein Tumor?

Als Tumor bezeichnet man infolge von Zellneubildung entstehende Zellwucherung. Tumore können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein. Solche bösartigen Tumore werden auch als „Krebs" bezeichnet. Bösartige Zellen vermehren sich in den Milchgängen und auch in den Drüsenläppchen. Es gibt also verschiedene Arten von Brustkrebs.

Milchgangkrebs (invasiv)
 
Hier befinden sich die Krebszellen im Milchgang und in der Umgebung. 

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Läppchenkrebs
 
Diese Krebsart entsteht primär in den Drüsenläppchen und wird als lobuläres Karzinom oder lobuläre Neoplasie bezeichnet.
 
Läppchenkrebs (invasiv)
 
Hier befinden sich die Tumorzellen im Drüsenläppchen und in der Umgebung.
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Was sind Zysten?
 
Eine Zyste ist ein Drüsenläppchen, dessen Ausführungsgang verschlossen ist. Da auch außerhalb der Schwangerschaft immer ein wenig Flüssigkeit in den Drüsen gebildet wird sammelt sich diese im Läppchen, wenn sie nicht abfließen kann. Die Zyste wird dann langsam größer. Zysten sind an sich nichts Böses, sie können auch nicht bösartig werden. Dennoch verursachen sie Probleme.
 
Tumore der Brust - wo treten Sie auf?

Tumorzentren in der BrustDie regelmäßige Untersuchung der Brust ist wichtig. Veränderungen im Brustgewebe können so auf einfache Weise festgestellt werden. Jede Frau hat Angst vor Brustkrebs. Natürlich ist nicht jede Veränderung und jeder Knoten ein bösartiger Tumor. Aber jede Frau hat verständlicherweise Angst, es könnte doch einer sein. Deshalb hier ein Überblick über die Stellen, an denen sich bösartige Tumore am häufigsten entwickeln:
 
  • 60 Prozent aller Knoten treten im äußeren oberen Viertel auf
  • 12 Prozent liegen im inneren oberen Teil
  • 12 Prozent treten im Bereich der Brustwarze auf
  • 10 Prozent sitzen im inneren unteren Viertel der Brust
  •   6 Prozent im äußeren unteren Quadranten der Brust
Die meisten Veränderungen der Brust können durch regelmäßige Vorsorge von den Frauen selbst entdeckt werden.

Wird Brustkrebs rechtzeitig erkannt, verbessern sich in den meisten Fällen die Erfolgsaussichten der Behandlung entscheidend. Daher gibt es in Deutschland wie in vielen anderen Ländern auch für gesunde Frauen das Angebot regelmäßiger Untersuchungen. Im Rahmen des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms in Deutschland können Versicherte sich einmal im Jahr kostenlos zur Früherkennung untersuchen lassen. Zur Früherkennung von Brustkrebs stehen Frauen je nach Alter verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung.