begehbare Darmmodelle

Die begehbaren Darmmodelle informieren anschaulich zum anatomischen Aufbau des Organs. Über 8m Länge verteilt, sind chronische Darmerkrankungen in verschiedenen Stadien, unterschiedliche Polypen, Adenome, Divertikel sowie Karzinome im Darmmodell, welche haptisch und visuell erlebbar sind. 

DARGESTELLTE Erkrankungen in den begehbaren Darmmodellen

Darmpolypen sind Schleimhautausstülpungen des Dickdarms. Meist verursachen diese keine Beschwerden. Gefährlich wird es allerdings, wenn die eigentlich gutartigen Schleimhautveränderungen entarten. Im begehbaren Darmmodell ist unter anderem die übermäßige Vermehrung gesunder Darmzellen dargestellt, daraus können kleine Schleimhautpolypen, Adenome, entstehen. Diese pilzähnlichen Vorwölbungen in den Darmraum sind zwar noch gutartig, werden aber bereits als potentielle Krebsvorstufen betrachtet. Die Entwicklung vom Polypen zum bösartigen Tumor kann Jahre dauern. Bei bösartigen Tumoren ist das Zellwachstum absolut unkontrolliert, Polypen mutieren nun zu bösartigem Krebs. Sie werden invasiv, sie wuchern über ihre gegebene Grenze hinaus. Wandschichten sowie angrenzendes Gewebe werden durch den Tumor beschädigt und zerstört. Bei Morbus Crohn handelt es sich um eine dauerhafte Entzündung im gesamten Magen- und Darmbereich. Die auffälligsten Symptome sind schubartige Bauchkrämpfe, Durchfall, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Lustlosigkeit und Appetitlosigkeit. Rund 300.000 Deutsche leiden an dieser chronischen Darmentzündung. Colitis ulcerosa ist eine chronische Entzündung der Schleimhaut des Dickdarms, bei der sich Geschwüre in der Darmschleimhaut bilden können. Die Colitis ulcerosa beginnt am Ende des Darmes im Mastdarm (Rektum) und breitet sich kontinuierlich Richtung Magen aus. Es können also entweder nur das Rektum, Teile des Kolons oder der gesamte Dickdarm befallen sein. Die Colitis ulcerosa verläuft meist schubweise, das heißt die Darmschleimhaut ist phasenweise entzündet und erholt sich dann wieder. Bei Morbus Crohn ist das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, vier bis sieben mal höher als in der Normalbevölkerung. Bei Colitis ulcerosa ist dieses Risiko noch höher. Auch darum sind diese beiden chronischen Darmerkrankungen Teil der dargestellten Krankheitsbilder im begehbaren Darmmodell. Divertikel sind sehr dünne und kleine Ausstülpungen der Darmwand im Darmmodell, die sich nicht aktiv entleeren können wie der übrige Darm. Dadurch können sich Entzündungen ausbilden, indem Bakterien in die Darmwand eindringen. Diese Entzündungen (Diveritkulitis) kann immer wiederkehren.

 

Darmkrebs kann jeden treffen!

Zahlen wie 436.000 Neuerkrankungen und über 208.000 tödlich endende Krankheitsverläufe pro Jahr verdeutlichen, dass Krebs eine der häufigsten Erkrankungen und vor allem Todesursachen in Deutschland darstellt. Abgesehen von der bloßen Statistik bleibt zu bedenken, wie tiefgreifend eine Krebserkrankung nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch das ihres Umfeldes beeinflusst. Informationsveranstaltungen, bei denen dieses sensible Thema mit einem begehbaren Darmmodell auch dem medizinischen Laien deutlich gemacht werden kann, zeigen nachhaltig Wirkung. Das begehbare Darmmodell dokumentiert professionell und doch klar verständlich die Dringlichkeit der Vorsorge - somit die Chance der Früherkennung.

 

Früherkennung von Darmkrebs - was kann ich tun?

Darmkrebs ist häufig sehr lange symptomlos. Wenn man die typischen Symptome – Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Blut oder Schleim im Stuhl – bemerkt, kann sich der Krebs bereits im fortgeschrittenen Stadium befinden. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können die gutartigen Polypen rechtzeitig im Kleinstadium erkannt werden, so dass sie noch vor einer Krebsentstehung entfernt werden können. Das von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlte Früherkennungsprogramm für Darmkrebs beginnt mit dem 50. Lebensjahr. Es besteht aus einem jährlichen Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Okkultbluttest) in Verbindung mit einer Austastuntersuchung des Enddarms. Ab dem 55. Lebensjahr übernehmen die Kassen alternativ dazu eine Darmspiegelung (Koloskopie) als Vorsorgeuntersuchung.

 

WOFÜR EIN BEGEHBARES DARMMODELL?

Auch in unserer aufgeklärten und aufgeschlossenen Gesellschaft ist heute das Thema Darmkrebs oft noch tabuisiert. Das begehbare Darmmodell ist ein zeitgemäßes Medium, um ein derartig sensibles Thema angemessen zu vermitteln. Optisches und haptisches Wahrnehmen erleichtern Betroffenen und Interessierten den Umgang, dem breiten Publikum werden mit Hilfe des begehbaren Darmmodells medizinische Vorgänge und Folgen deutlich gemacht. Ob zum Tag der offenen Tür einer medizinischen Einrichtung, ob zum Patiententag, einem Seminar oder Forum, hier ist das begehbare Darmmodell ebenso wie bei einem Kongress oder im Rahmen einer Produktpräsentation passend platziert. Die positiven Reaktionen auf das begehbare Darmmodell zeigen deutlich die Eignung im Interesse von Aufklärung und Prävention. Früherkennung durch Aufklärung und fundierte Informationsvermittlung profilieren, das ist Ziel. Die Präsentation des begehbaren Darmmodells unterstreicht Ihre Veranstaltung zielgerichtet.