Das begehbare Gebissmodell

Ein strahlendes Lächeln - und schon leuchten sie uns entgegen, die Zähne. Zähne signalisieren Kraft und Gesundheit. Dabei müssen sie ihr Leben lang einiges mitmachen. Notwendig zur Zerkleinerung der Nahrung helfen sie mit, unsere Ernährung zu sichern, denn nur eine Schlange verschlingt ihre Nahrung mit "Haut und Haar" ohne sie vorher zu zerkleinern. Gesunde Zähne sind kein Zufall. Jeder kann selbst entscheidend dazu beitragen. Richtige Pflege, häufige zahnärztliche Kontrollen und bei Betraf eine fachgerechte und sinnvolle Behandlung gehören dazu.

Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates

Zähne und der Zahnhalteapparat mit Zahnfleisch und Kieferknochen können von unterschiedlichen Erkrankungen betroffen sein. Dazu gehören Probleme wie Mundgeruch oder Erkrankungen wie Karies oder Zahnfleischentzündungen. Dabei gibt das Wissen um die Entstehung von Karies und Parodontitis schon die entscheidenden Hinweise auf eine wirkungsvolle Vorbeugung.

Aphthen

Viele Menschen kennen diese kleinen, offenen Stellen in der Mundschleimhaut, die medizinisch auch als Erosionen bezeichnet werden. Oft sind sie nur so groß wie ein Stecknadelkopf, manche erreichen aber auch einen Durchmesser von einem Zentimeter. Die Erosionen sind von einem entzündlichen Saum umgeben und mit einem weißen Fibrinbelag bedeckt. Aphthen können sehr schmerzhaft sein, sind aber in der Regel harmlos. Es werden zwei Formen unterschieden.

Karies

Karies wird auch Zahnfäule genannt. Bei dieser Erkrankung wird die Zahnhartsubstanz durch eine Kombination chemischer Prozesse und der Einwirkung von Bakterien zerstört. Dieser Prozess vollzieht sich in mehreren Stadien und reicht vom "Kreidefleck" bis hin zum vollständig zerstörten und abgestorbenen Zahn.

Parodontitis

Der Zahnhalteapparat wird auch Parodont, Parodontium oder Periodontium genannt. Der Zahnhalteapparat besteht aus Zahnfleisch (Gingiva), Zahnzement (Cementum), Wurzelhaut (Periodontium) und den Zahnhaltefächern (Alveolen), in denen der Zahn im Kieferknochen verankert ist.

Zahnfleischentzündung (Gingivitis)

Gesundes Zahnfleisch ist leicht rosa und blutet nicht. Ist das Zahnfleisch verletzt, gereizt oder empfindlich, können Mundkeime in das Zahnfleisch eindringen. Der Körper versucht dann durch eine entzündliche Reaktion wieder einen normalen Zustand herzustellen. Die Folge ist eine akute oder chronische Entzündung des Zahnfleisches, eine Gingivitis.

Zahnrestauration und Zahnfüllungen

Entsteht bei fortschreitender Karies ein Loch im Zahn, so muss dieses Loch mit einer Füllung verschlossen werden. Dabei können unterschiedlichste Füllmaterialien verwendet werden. Auch verschiedene Techniken sind möglich. Wichtig ist bei der Arbeit auch eine gute, reibungslose und schnelle Zusammenarbeit des Teams, damit ein optimales Ergebnis möglich wird.

Füllungen

Kariesentwicklung ist ein langfristiger Prozess. Im Frühstadium kann Schmelzkaries, wenn sie als "Kreidefleck" sichtbar ist, noch durch lokales Aufbringen von hochkonzentrierten Fluoriden, in Form von Fluorid-Lack oder Fluorid-Gel häufig aufgehalten werden. Schreitet die Entwicklung jedoch voran, entstehen Löcher im Zahnschmelz. Diese Löcher müssen mit einem Bohrer gründlich ausgebohrt und von schadhaften Stellen gesäubert werden. Danach wird das Loch (Kavität) mit einer Füllung (Plompe) geschlossen.

Plastische Füllungen aus Glasionomerzement

Glasionomer-Zemente sind zahnfarbene Kunststoffe. Sie gehen mit dem Zahnbein eine chemische (Chelat-)Verbindung ein. Leider ist das Material für Langzeitfüllungen nicht geeignet, weil es sich sehr schnell abnutzt. Eine Ausnahme sind Verbindungen, die vom Hersteller mit Silberpartikel angereichert worden sind.

Plastische Füllungen aus Kompomer

Kompomere sind eine Kombination aus Komposit und Glasionomerzement. Das Material ist zahnfarben. Es wird in der Praxis aus verschiedenen Bestandteilen hergestellt. Beimengungen von Fluor härten die Zahnsubstanz. Antibakterielle Wirkstoffe verringern die Kariesneubildung.

Plastische Füllungen aus Komposit

Komposit ist eine Mischung aus Kunststoff und Mineralpulver. Diese mineralischen Partikel werden vom Hersteller auf eine Art vorbehandelt, dass sie einen nahezu unzerreißbaren Verbund mit der Kunststoff-Matrix eingehen.

Zahnersatz

Ist ein Kariesdefekt sehr groß, so dass eine Füllung nicht ausreicht, den Zahn funktionstüchtig zu erhalten, oder muss ein fehlender Zahn ersetzt werden, spricht man von Zahnersatz. Dafür gibt es, je nach Situation, verschiedene Möglichkeiten. Für eine lange Lebensdauer und problemlose Nutzung von Zahnersatz, müssen vorher grundlegende Defekte saniert werden. Zahnersatz kann nur auf einem gesunden Zahnbett lange halten.

Brücken

Müssen Zähne gezogen werden, entstehen in der Gebissreihe Lücken. Fehlende Zähne können Probleme beim Kauen hervorrufen und ein anderes Sprachbild hervorrufen. Außerdem verändern sie auch das Aussehen. Die stehen gebliebenen Nachbarzähne haben durch die entstandene Lücke nicht mehr so viel Halt. Sie neigen dazu, in die Lücke zu wandern. Das stört den richtigen Biss weil die Zähne von Ober- und Unterkiefer nicht mehr harmonisch aufeinander treffen. Es können sich sogar Auswirkungen auf die Kiefergelenke ergeben.

Kronen

Die Zahnkrone ist der sichtbare Teil des Zahnes, der aus dem Zahnfleisch herausragt. Eine künstliche Krone erfüllt bei geschädigten oder verlorenen Zähnen die gleiche Funktion. Sie stellt das optische Bild einer kompletten Zahnreihe wieder her und ermöglicht normales Durchbeißen und Kauen von Speisen.

Prothesen

Sind durch fehlende Zähne die Lücken im Gebiss so groß, dass eine Brücke nicht mehr angewandt werden kann, so werden die fehlenden Zähne durch eine Prothese ersetzt. Prothesen stellen die Kaufunktion und die Sprechfähigkeit wieder her, die durch den Zahnverlust stark beeinträchtigt sind. Sind noch eigene Zähne vorhanden, die als Befestigung für eine Prothese dienen können, so spricht man von einer Teilprothese. Müssen alle Zähne des Ober- oder Unterkiefers ersetzt werden, so spricht man von einer Voll- oder Totalprothese.