Das begehbare Gebärmuttermodell

Das begehbare Gebärmuttermodell informiert anschaulich zum anatomischen Aufbau, zum Thema Krebs sowie anderen Erkrankungen und Veränderungen dieses Organs. Der Aufbau dieses Modells ermöglicht das Sehen, das Fühlen und somit auch das Begreifen von Wirkungsweise und Folgen sowie Veränderungen daraus.

Warum ein begehbares Gebärmuttermodell?

In Deutschland gibt es ein Früherkennungsprogramm doch nur etwa jede zweite Frau nimmt regelmäßig daran teil. Jährlich erkranken hier ca. 6000 Frauen neu an Gebärmutterhalskrebs - etwa 2000 Erkrankungen pro Jahr nehmen einen tödlichen Verlauf. 80% der Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses treten bei Frauen auf, die in den letzten Jahren die Früherkennungsuntersuchung nicht wahrgenommen haben. Früherkennung durch Aufklärung und fundierte Informationsvermittlung, das ist auch unser erklärtes Ziel. Die Präsentation des begehbaren Gebärmuttermodells wird auch Ihre Veranstaltung zielgerichtet unterstreichen. Abgesehen von bloßen Statistiken bleibt zu bedenken, wie tiefgreifend eine Krebserkrankung das Leben der Betroffenen und deren Umfeld beeinflusst. Informationsveranstaltungen, bei denen dieses sensible Thema mit einem begehbaren Gebärmuttermodell auch dem medizinischen Laien deutlich gemacht werden kann, zeigen nachhaltig Wirkung. Das begehbare Gebärmuttermodell dokumentiert professionell und doch klar verständlich die Dringlichkeit der Vorsorge - somit die Chance der Früherkennung.

Gebärmutterhalskrebs

Der Gebärmutterhals ist die Verbindung zwischen dem unteren Teil der Gebärmutter und der Scheide. Dort kann eine Krebserkrankung, das so genannte Zervixkarzinom, auftreten. Voraussetzung für die Entstehung eines Zervixkarzinoms ist eine Ansteckung und langjährige Infektion mit bestimmten krebsauslösenden Humanen Papillomviren (HPV). Derzeitig kann man sich gegen zwei gefährliche Typen der HP-Viren impfen lassen, und dadurch das Risiko für Gebärmutterhalskrebs deutlich reduzieren. Jährlich erkranken weltweit etwa 500.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. 350.000 sterben daran.

Endometrieose

Es kommt vor, dass sich die Schleimhaut auch an anderen Stellen im Körper ansiedelt. Ist dies der Fall, spricht man von Endometriose.

Gebärmutterkörperkrebs

Gebärmutterkörperkrebs, auch Gebärmutterkrebs, Korpuskarzinom oder Endometriumkarzinom genannt, ist die häufigste bösartige Erkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane und die vierthäufigste Krebserkrankung. In Deutschland gibt es ungefähr 10.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Der Gebärmutterkörperkrebs geht von der Schleimhaut des Gebärmutterkörpers (Corpus uteri) aus.

Gebärmutterentzündung

Entzündungen der Gebärmutter können entweder die gesamte Gebärmutter oder nur einzelne Teile betreffen. Man unterteilt sie deswegen in Entzündungen des Gebärmutterhalses (Zervizitis), der Gebärmutterschleimhaut, der Gebärmuttermuskelschicht (Myometritis), der äußeren Gebärmutterschicht (Perimetritis), der gesamten Gebärmutter (Metritis) und der Bänder, die die Gebärmutter halten.

Myom

Myome sind Wucherungen, die in der Muskelschicht der Gebärmutter (Myometrium) auftreten. Sie sind die häufigsten gutartigen Tumore des weiblichen Genitaltrakts und können sich bei jeder Frau entwickeln - in Europa ist jede vierte bis sechste Frau im gebärfähigen Alter davon betroffen. Die gutartigen Tumore sind zwar nicht gefährlich, können aber die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.