Das überdimensionale Hautmodell

Anschaulich informiert dieses Modell zum anatomischen Aufbau der menschlichen Haut, dieses wird auch mit einem eingebauten HD-Fernseher deutlich gemacht, wo der Interessierte einen 5 Minuten Film betrachten kann.

Bei einer Länge von 2,50m und einer Breite von 1,26m ist es für die Betrachter sehr gut nachvollziehbar gelungen, gesunde Haut in ihren Schichten und Bestandteile zu zeigen sowie unterschiedliche Veränderungen und Erkrankungen.

Das Hautmodell zeigt anschaulich die verschiedenen Schichten wie Oberhaut, Lederhaut, Unterhaut, stellt Muskelschicht und Fettgewebe dar und informiert deutlich nachvollziehbar zur Wachstumsphase des Haars. Haarwurzel, Haarfollikel, Talgdrüse, Schweißdrüse, Ausführungsgang und Schweiß sind optisch und haptisch wirksam dargestellt und in Verbindung mit Papillarkörper, Lymphgefäß, Nervenfasern, Arteriole, Venüle und Meissner- und Pacini Körperchen erschließt sich dem Betrachter schlüssig Aufbau der Haut sowie die Funktion der einzelnen Bestandteile. Ergänzt wird das Hautmodell durch die Darstellung von Veränderungen und Krankheitsbildern wie beispielsweise einem Basalzellkarzinom, einem malignem Melanom, einer Zyste, eines infizierten Follikels und einer Warze.

Mit einer Oberfläche von 1,5 bis 1,8 Quadratmetern ist die Haut das größte menschliche Organ und kann sogar bis zu 15 Kilogramm des Körpergewichtes einnehmen. Besonders faszinierend ist der komplexe Aufbau der Haut, wobei jede Schicht unterschiedliche Funktionen übernimmt. Unsere Haut bedeckt den gesamten Körper und schützt ihn vor mechanischen, chemischen und thermischen Schäden, sowie vor Austrocknung, Abkühlung und Eindringen von Bakterien. Durch die vielzähligen Hautdrüsen ist die Haut zudem in der Lage Temperatur- und Wasserhaushalt des Körpers zu regulieren. Darüber hinaus ist die Haut ein komplexes Sinnesorgan, da durch sie Berührungen und Schmerz gespürt werden. Auch als Kommunikationsträger ist sie zu verstehen, da Gefühlsregungen, wie zum Beispiel das Erröten des Gesichtes, durch sie erkennbar werden. Die Haut stellt somit eine direkte Verbindung zur Außenwelt dar.

Die äußere Haut gliedert sich prinzipiell in drei Hauptschichten, die Oberhaut (Epidermis), die Lederhaut (Dermis oder Corium) und die Unterhaut (Subcutis) - Lederhaut und Oberhaut bilden zusammen die Cutis.

Die Oberhaut ist an vielen Stellen nur 0,1 Millimeter dick – so dünn wie ein Blatt Papier. Talg- und Schweißdrüsen versorgen die Haut unentwegt mit einer Mischung aus Wasser und Fett (Emulsion - fein verteiltes Gemisch aus zwei normalerweise nicht mischbaren Flüssigkeiten), um sie geschmeidig zu halten. Weil dieser dünne Film außerdem leicht säurehaltig ist, schützt er vor Bakterien und Pilze. Die äußerste Schicht der Oberhaut setzt sich aus abgestorbenen, verhornten Zellen zusammen, die fest miteinander verklebt sind. Sie bilden eine widerstandsfähige Mauer gegen mechanische und chemische Attacken. Da sich diese Hornschicht schnell abnutzt, muss sie ständig erneuert werden. Nachschub liefert die tiefer liegende Keimschicht. Sie besteht aus lebenden Zellen, die sich unaufhörlich teilen. Innerhalb von rund vier Wochen werden so sämtliche Zellen der Oberhaut erneuert. Der unterste Bereich der Keimschicht und zugleich auch der Epidermis als Ganzes ist die Basalzellschicht (Stratum basale). Sie verbindet die Epidermis mit der darunter liegenden Lederhaut (Dermis). Außerdem liegen in der Basalschicht die Pigmentzellen (Melanozyten): Unter UV-Einstrahlung bilden sie das Pigment Melanin und sorgen so für eine Bräunung der Haut. Außerdem liegen in der Basalschicht verstreut auch sternförmige Langerhans-Zellen. Diese Außenposten des Immunsystems machen Krankheitserreger, die über die Haut eingedrungen sind, unschädlich und alarmieren weitere Zellen des Abwehrsystems.

Unter der hauchdünnen Oberhaut liegt die wesentlich kräftigere Lederhaut (Dermis). Obwohl sie sehr robust sein muss, ist sie gleichzeitig sehr geschmeidig. Für ihre hohe Elastizität sorgt ein Netzwerk aus Kollagenfasern, das die Lederhaut in alle Richtungen durchzieht. Darin eingebettet liegt ein reich verzweigtes Geflecht von Blut- und Lymphgefäßen. Wird das körpereigene Abwehrsystem von den Langerhans-Zellen der Oberhaut mobilisiert, pumpt der Körper Blut und Lymphflüssigkeit in die betreffende Hautregion. Die Haut rötet sich, schwillt an und bildet Quaddeln und Pusteln. Ebenfalls in der Lederhaut befinden sich Tausende von Nervenfasern. Sie sind für die Wahrnehmung von Druck, Berührung, Schmerz, Temperatur und Juckreiz zuständig.

Die Unterhaut (Subcutis) schließlich besteht vor allem aus Fettgewebe, das als Kälteschutz und Energiespeicher dient. Die Fettzellen sind in ein lockeres Bindegewebsnetz eingebettet. Sie wird von den größeren Nervensträngen und Blutgefäßen durchzogen. Hier sitzen auch Talg- und Schweißdrüsen, die den Schutzfilm für die Oberhaut produzieren.

Viele Hautkrankheiten machen auf sich aufmerksam, weil die Haut an der Stelle anders aussieht als gesunde Haut. Man spricht auch von den sogenannten „Effloreszenzen“. Es gibt viele unterschiedliche Ursachen für Hautkrankheiten, die zudem auch noch zusammenwirken können, um eine Hautkrankheit auszulösen. So haben viele Menschen eine erbliche Veranlagung für die Entstehung von Schuppenflechte oder dem atopischen Ekzem (Neurodermitis), verstärkt werden kann dies aber z. B. durch Stress oder eine andere Infektion, zudem kann sich der Verlauf der Krankheit wiederum durch eine bakterielle oder virale Infektion verschlimmern. Bei vielen Hautkrankheiten weiß man immer noch nicht über den genauen Entstehungsmechanismus Bescheid, wobei in vielen Fällen Regulationsstörungen des Immunsystems als Ursache gelten.

Genauso breit wie das Spektrum der Hautkrankheiten selbst ist auch das Spektrum der Schweregrade von Hautkrankheiten. Es gibt viele „Hautkrankheiten“, die z. B. nur kosmetisch störend, sonst aber völlig harmlos sind (z. B. „Alterswarze“). Entzündliche Hautkrankheiten stören oft durch Juckreiz oder Schmerzen. Zudem steigt bei vielen Patienten die psychische Belastung, weil sie durch die Hautkrankheit sehr stigmatisiert werden. Einige Hautkrankheiten, wie z. B. Hautkrebs, können unbehandelt zum Tode führen, er schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom) ist in einigen Fällen auch trotz adäquater Behandlung nicht heilbar. Auch können viele Hautkrankheiten sehr schwerwiegende Therapien nach sich ziehen, die dann wiederum durch ihre Nebenwirkungen problematisch werden.

Größe des Modells

Gewicht: 300 kg
Höhe: 1,40 m
Höhe Haare: + 0,70 m
Breite: 1,26 m
Länge: 2,39 m

Mindesttürbreite: 1,30 m
Mindesttürhöhe:  1,90 m